Wandbild "Freies Palästina"  © zvg
Walter Ludin

Israel – Palästina: 9 Wege zum Frieden

Achtung: Ich bin hier wieder einmal «einseitig». Denn – wie Fachleute sagen – der Israel-Palästinakonflikt ist asymmetrisch. Bildlich gesprochen: Hier kämpft David gegen Goliath. Früher war es wohl anders, aber heute heisst der kleine David Palästina, Israel ist der mächtige Goliath. Darum: Hier bloss Vorschläge an Israel betr. Friedenswege. Die Gegenseite hat in der Schweiz in der Gesellschaft Schweiz-Israel aktive, laute Fürsprecher.

Und noch etwas: Meine Quelle für das Folgende ist die Zeitschrift des Internationalen Versöhnungsbund/Österreich. Und zwar aus dem Jahre 2009. Wer die Situation einigermassen kennt, weiss: Jeder Buchstabe ist keineswegs überholt. Das ist das Frustrierend: In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich hier nichts bewegt. Bleiben wir trotzdem dran!

Versöhnenden Dialog
Hier also neun «Wege für einen versöhnenden Dialog zwischenUnterdrückten und Unterdrückern:

  • Die Apartheid-Mauer und alle einseitigen Aktionen, die Menschenrechte zu verletzen, beenden
  • Politische Gefangene entlassen und ihnen die volle Freiheit gewähren
  • Relevante UNO-Resolutionen umsetzen (Zwischenbemerkung: Israel verdankt seine Existenz einer UNO-Resolution!)
  • Entfernung von Checkpoints und Sicherung der Bewegungsfreit
  • Die Konfiszierung von Land und dem Bau von Siedlungen Einhalt gebieten
  • Die natürlichen Ressourcen Wasser und Land allen zur Verfügung stellen
  • Freier Zugang zu den Medien
  • Eine neue Gesetzgebung, um diskriminierende Gesetze zu ändern
  • Die geographische Einheit der Westbank zu erhalten und einen freien und sichern Übergang zwischen Gaza und der Westbank zu garantieren.

Quelle: Spinnrad 4/2009

Nachbemerkungen:
Ich kann mich täuschen. Vielleicht wurde der eine oder andere Weg schon beschritten. Ich lasse mich gern informieren.

Doch ich sehe eher das Gegenteil: Es gibt neuere Gesetze und Bestimmungen, welche die Benachteiligung von Palästina noch intensiviert. Dazu gehört das Gesetz, «den jüdischen Charakter» des Staates Israel zu verstärken. Entlarvend, was die damalige Justizministerin Ayelet Shaked (Jüdisches Heim) forderte: »Wir müssen den jüdischen Charakter des Staates schützen, auch wenn das bedeutet, Menschenrechte zu opfern«.

Die aktuelle Meldung zerstört etliche Hoffnungen, der Wahlsieg von «Bibi» mit Hilfe von extremistischen Parteien, u.a. dem «Religiösen Zionismus». Ein aussichtsreicher Kandidat für das Innenministerium versprach, Soldaten bei Militäreinsätzen Straffreiheit zu gewähren ….

Wandbild «Freies Palästina» © zvg
6. November 2022 | 12:26
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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Ein Gedanke zu „Israel – Palästina: 9 Wege zum Frieden

  • Roland Xander sagt:

    Ja, alles sehr konstruktive Vorschläge, aber auch für David gäbe es einige, die sollte man auch unbedingt in die Überlegungen mit einbeziehen !!!

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