Heinz Angehrn

Anmarsch zum 20.Oktober – Teil II

Was die sehr gute Partei SVP schon alles für die Eidgenossenschaft geleistet hat

(Reactio für Herrn Stadler: Wie schon in Teil I vermerkt, bin ich im Ruhestand. Meine Bemerkungen haben nicht mehr den dogmatischen Gehalt des Wortes eines Wald-, Feld- und Wiesenpfarrers…)

(Reactio allgemein: Man entsinne sich eines bekannten und umstrittenen Wortes des emeritierten Churer Weihbischofs Peter Henrici.)

Also: Was hat sie schon alles geleistet?

Wir wissen, dass es ganze und halbe Bundesräte/innen gibt.
Wir wissen auch, dass der, der solches ersann, jetzt selber nicht mehr ganz ein «Ganzer» ist.
Wir haben gelernt, dass man ganze Parteisektionen und -flügel stante pede aus der Partei herausschmeissen darf.
(was Boris Johnson auf seine tollen Ideen brachte)
Wir haben begriffen, dass Parolen und Symbole aus der NS-Zeit 70 Jahre nach ihrem Erstgebrauch wieder aufgelegt werden dürfen.
(was allerdings die FPÖ schon vorher erkannt hatte)
Wir staunen über die Eloquenz der Nationalräte/innen dieser Partei, die dem eigenen Fraktionssprecher unzählige gleich lautende Fragen stellen, nur um den Medienauftritt zu verlängern.
Wir staunen auch, dass so der Anglizismus Filibustern in unserem Land Einzug hielt.


10. September 2019 | 09:40
von Heinz Angehrn
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One thought on “Anmarsch zum 20.Oktober – Teil II

  • Stadler karl says:

    Bin mit Ihnen gar nicht einig, Herr Angehrn. Damit kommen Sie nicht durch! Es würde kaum jemand den Wahrheitsgehalt eines Kirchenwortes an ein Amt gemäss Can.515ff. CIC binden. Eher schon an das Sakrament gemäss Can. 1008 CIC, das über die Amtsdauer eines Pfarrers hinausreicht.
    Nein, warum schreiben Sie nicht Leserbriefe in Zeitungen und werben für Ihre Partei, die GLP, eine Partei, die mir übrigens sehr sympathisch ist. Das würde gewiss respektiert, selbst dann, wenn nicht die gesamte Leserschaft gleich wie Sie denken.
    Aber in einem Blog auf kath.ch fokussiert die SVP mehr oder weniger in die rechtsextreme Ecke zu drängen versuchen, auf einer Website, die mit öffentlich-rechtlichen Geldern mitfinanziert wird, dafür muss man kein Verständnis aufbringen, auch dann nicht, wenn man selber keineswegs ein SVPler ist.
    Was soll jetzt die Anmerkung betreffend Symbole aus der NS-Zeit? Treicheln, mit denen Christoph Blocher kürzlich an einem Parteianlass im Fernsehen zu sehen war, sind doch keine NS-Symbole, selbst wenn sie dem urbanen Kulturbetrieb eher als Fremdkörper gelten mögen! Oder hat irgendein Typ wieder irgendwo Stuss geäussert und es wird jetzt von Gegnern als offizielle SVP-Doktrin deklariert?
    Oder dass der Klimawandel in dieser Partei bloss als eine links-grüne Erfindung gelte, wie Sie letztes mal schrieben, trifft nicht einmal im Ansatz zu. In diesem Zusammenhang kenne ich zu viele SVPler. Selbst wenn dann und wann eine dumme Äusserung in der Öffentlichkeit fallen mag, bedeutet dies nicht, dass der Grossteil der Mitglieder dieser Partei weniger von einem Klimawandel überzeugt ist als die Mitglieder sämtlicher anderer Parteien. Wie man allerdings diese Herausforderung angeht, das steht auf einem andern Blatt. Da werden die Meinungen, je nach situativer Befindlichkeit und pesönlicher Alltagsbezogenheit, auseinandergehen.
    Dass in dieser Partei dann und wann der Haussegen schief liegt und man sich unsanft, ja sehr unfreundlich behandelt und ausgrenzt, wird vermutlich zutreffen. Aber darin fällt diese Partei kaum speziell auf. Auch in andern Parteien gab es immer wieder Ausschlüsse, wahrscheinlich nicht weniger als in der SVP? Erinnern Sie sich z.B. an die Geschichte Dario Robbiani und Werner Carobbio in den 80er Jahren in der SP? Eine ganze Gruppe wurde da ausgeschlossen. Oder schauen wir zu unseren nördlichen Nachbarn: AKK und H.G. Maassen oder SPD und Thilo Sarrazin! C’est la vie politique!
    Oder wenn man sich das theologische Gezänk rund um den Reformprozess in der Kirche anschaut? Da scheinen sich ja hüben wie drüben lauter Häretiker zu bewegen!
    Der langen Rede kurzer Sinn: kath.ch samt seinen Blogs wirkt im Zeitalter der Digitalisierung nun einmal als virtuelle kirchliche Kanzel und sie wird mit öffentlich-rechtlichen Mitteln mitfinanziert wird. Es gibt kaum keinen Grund, fokussiert zugunsten oder zulasten einer Partei im Vorfeld der Wahlen Stellung zu nehmen.

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