Walter Ludin

Wann sterben die Schweizer aus?

Die Frage, wann die Schweizer aussterben, ist weder polemisch noch aus der Luft gegriffen. Sie basiert auf eindeutigen Fakten, nämlich: Die durchschnittliche Kinderzahl pro Schweizer Frau beträgt bloss 1,44. Um den Stand der Bevölkerung zu halten, müsste sie 2,1 betragen.

Ich war und bin in der Mathematik saudumm. Darum muss ich es andern überlassen, auszurechnen, wann es keine Schweizer und Schweizerinnen gibt. Allerdings wird es nie so weit kommen – dank den «Zugereisten», wie man auf Bayerisch sagt. Darum: Wir müssen schon im eigenen Interesse die Flüchtlinge und wie es früher hiess die «Gastarbeiter» willkommen heissen.

Betr. Flüchtlingen überwiegen hierzulande und beispielsweise auch in Deutschland nicht die Hoffnungs-, sondern die Schreckensszenarien. So hiess es damals, als Frau Merkel Hunderttausende von Asylsuchenden ins Land liess, die Sozialsysteme würden zusammenklappen, die Wirtschaft zusammenbrechen, das «christliche Abendland» untergehen.

Dies alles geschah nicht. Im Publik-Forum heisst es dazu: «Die grosse Mehrheit der Geflüchteten haben sich dankbar in die Gesellschaft integriert, unsere schwierige Sprache erfolgreich gebüffelt und den Arbeitsmarkt mit jugendlichen Kräften bereichert.»

Doch davon spricht auch in der Schweiz bei ähnlichen Verhältnissen niemand. Es wurde zum Beispiel «selbstverständlich» von keinem Medium gemeldet, dass zwei meiner Freundinnen einer jungen eritreischen Frau Deutschunterricht gegeben haben, sodass diese erfolgreich die Pflegeausbildung bestanden hat und nun sehr engagiert in einem Altersheim arbeitet.

Vergessen wir nicht: Viele von uns werden früher oder später auf solche hilfreiche Menschen angewiesen sein. Auch die Fremdenfeindlichen ….

Bildquellen

  • Refugees welcome, Graffiti an einer Bahnüberführung in Norddeutschland: presse bild poss
Refugees welcome (Flüchtlinge willkommen), Graffiti an einer Bahnüberführung in Norddeutschland © presse-bild-poss
29. Juli 2020 | 17:43
von Walter Ludin
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