«Gott hat seinen geliebten Sohn in den Tod geschickt.» So wird wahrscheinlich mancherorts am heutigen Karfreitag immer noch gepredigt. Dahinter steht bekanntlich die Satisfaktionslehre des Anselm von Canterbury: «Nach dieser Vorstellung ist der Tod Jesu als Sühnopfer nötig, um eine angemessene Wiedergutmachung für die Verletzung der Ehre Gottes zu leisten, die durch den Sündenfall der Menschen geschehen ist.» (Wikipedia)
In letzter Zeit wird diese Lehre immer öfter in Frage gestellt. Schon Hans Küng hat sie als «Verfremdung der biblischen Botschaft» bezeichnet.
In meinen Karfreitagspredigten habe ich dazu einen Vergleich meines Freundes Helmut Blasche, em. Pfarrer in Wien gebracht, die ich hier wiederholen möchte.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant