Ich habe versprochen, den Beitrag zur Pilotstudie nicht zu lange stehen zu lassen. Darum kehre ich zum vorletzten Beitrag, den Ausblick auf die Eidgenössischen Wahlen, zurück, formuliere meine Argumente aber etwas anders.
Wir haben zum einen die Grundprinzipien der christlichen Soziallehre:
– Gemeinwohl (Handeln im Interesse der Gemeinschaft, der nationalen wie supranationalen; kein individueller oder nationaler Egoismus)
– Gerechtigkeit (Würde und Rechte jedes Menschen, jeder sozialen Gruppe, zählen gleich; die Menschenrechte sind oberstes Prinzip)
– Solidarität (die Schwachen, Diskriminierten und Bedrängten, Individuen und Gruppen, stehen im Mittelpunkt)
– Subsidiarität (Aufgaben werden möglichst an der Basis, nicht von der Zentrale, angegangen)
– Nachhaltigkeit (Rücksicht auf alle Geschöpfe, nicht nur den Menschen; sowie auf kommende Generationen)
Diese Prinzipien sind in einer christlich verantworteten Politik umzusetzen. Bei den Parteiprogrammen und noch viel mehr im Wirken und Auftreten der Protagonisten/innen der Parteien ist zu überprüfen, ob auf sie Rücksicht genommen wird.
FDP, GLP, EVP, Mitte, Grüne, SP – sie alle genügen in dieser Prüfung einigermassen.
Die SVP fällt durch.
Ergo?
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant