Vor ein paar Tagen erhielt ich per Mail eine «traurige Nachricht». Bonita sei tot. Bonita war kein Mensch, sondern nur eine Hündin. «Nur»?
Wir verstanden einander sehr gut. Sein «Herrchen» holte mich öfters mit dem Auto ab. Bonita sass hinten und schleckte sofort mein linkes Ohr ab. Offensichtlich verstanden wir einander.
Dies war bei Bonita nicht mit allen so. Als mein Fahrer mal auf der Strasse anhielt und sich mit einer schwierigen Frau unterhielt, bellte Bonita jämmerlich – bis die Frau ausser Sichtweite war.
Ein anderes Beispiel vom erstaunlichen Verhalten eines Hundes. Ein alter Bekannter hält ihn als Therapie-Hund. Wenn sie miteinander in ein Altersheim unterwegs ist, zeigt der Hund gute Laune. Doch wenn sie in ein Gefängnis gehen, wirkt er deprimiert.
Beim Verlust eines Hundes, einer Katze oder eines anderen Haustieres fragen manche Kinder, ob das Tier eine Seele habe; ob es nun im Himmel sei. Die Antwort ist nicht einfach.
Denn, laut Wikipedia: «Der Ausdruck Seele hat vielfältige Bedeutungen, je nach den unterschiedlichen mythischen, religiösen, philosophischen oder psychologischen Traditionen und Lehren, in welchen er vorkommt. Im heutigen Sprachgebrauch ist hierbei oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint.»
Ich will hier keine lange Abhandlung produzieren. Nur so wenig:
Könnte diese Einsicht nicht auch für Tiere gelten, die ja den Menschen sehr viel Liebe entgegenbringen können?
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant