Heinz Angehrn

Was wäre wenn

Ich begebe mich zurück auf weniger kritisch-glitschiges Gelände (und verspreche auch feierlich, mich in den nächsten 1-2 Jahren nicht mehr zum Konflikt um eretz Israel zu äussern, da ich ja eine unbeliebte und darum sogenannt «unkorrekte» Minderheitenposition vertrete … die unkorrekten Mehrheitspositionen dürfen ja immer und ständig geäussert werden … lassen wir es jetzt):

Zum pfingstlichen Vorfall in der Pfingstnovene möchte ich mich äussern, zur äusserst erstaunlichen Tatsache, dass alle chilenischen Bischöfe dem Papst nach einer intensiven Aussprache zum jahrzehntelangen Vertuschen von Missbrauchsvorwürfen und wohl auch -fällen ihren Rücktritt angeboten haben, und er nun mit seinen Mitarbeitern entscheiden kann, wer im Amt verbleiben darf und wer nicht. Wäre es nicht eine gute Sache, wenn alle Bischöfe in einem bestimmten zeitlichen Abstand ihre Resignation anbieten müssten? Gesetzt den Fall, der Vatikan hätte (Konditional – in der Schweiz zurzeit nicht zutreffend) gute Diplomaten auf den Nuntiaturen, und die würden genau verfolgen, wie die einzelnen Bischöfe ihr Amt ausüben, ob sie etwa gute Vermittler in Konfliktsituationen sind, ob sie anständig mit ihrem Personal umgehen, ob sie etwa Missstände (eben auch Missbrauchsvorfälle) offen und transparent angehen, und ob sie Nachfolger Jesu sind in den beiden wichtigsten Anforderungen, denen, «Diener, und nicht Herrscher» zu sein, und nicht auf materiellen Besitz zu achten, das wäre doch eine gute Möglichkeit, rechtzeitig (proaktiv) möglichem Ärger vorzubeugen.

Stellen wir uns vor, dass etwa die Herren Krenn, Haas und Tebartz-van Elst nach einigen Jahren ihre Resignation und Rückversetzung in die Pfarreiseelsorge hätten anbieten müssen…

23. Mai 2018 | 06:00
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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Ein Gedanke zu „Was wäre wenn

  • Karl Stadler sagt:

    Der Anfang Ihres heutigen Blogbeitrages irritiert, stimmt jedenfalls nicht zuversichtlich. Warum versprechen Sie? Was gibt es denn diesbezüglich zu versprechen? Warum sollten Sie sich zu diesem komplexen Thema nicht mehr äussern? Will man Ihnen, offiziell oder einfach subtil, einen Maulkorb verpassen wegen Ihres letzten Beitrages? Ich verstehe nicht, was genau gemeint ist? Jetzt, wo ein offizieller Sprecher der Hamas, Salah Bardawil, hochoffiziell mitteilte, dass von diesen 62 Todesopfern 50 Mitglieder der Hamas waren? Nichts von einer spontanen, friedlichen Demonstration! UNO-Verdikt hin oder her! Wo trotz intensivster Warnungen seitens der israelischen Armee im Vorfeld der Ereignisse, sich nicht dem Grenzzaun zu nähern und sich von der Hamas nicht treiben zu lassen, um die 40’000 – von der Hamas wurden offiziell bis zu 150’000 angekündigt – auf den Grenzzaun zumarschierten und nachweislich versucht wurde, diesen gewaltsam zu durchbrechen und zu überrennen. Wo hier alle Welt immer wieder von den 700’000 palästinensischen Flüchtlingen redet, gleichzeitig aber sich weigert, die 850’000 jüdischen Flüchtlinge aus dem arabischen Raum auch nur mit einem Satz zur Kenntnis zu nehmen?
    Schade, Herr Angehrn, so wird es halt bei den einseitigen und verzerrten hetzerischen Darstellungen gegen den Staat Israel, wie immer unter dem Titel “Solidarität mit den Schwachen”, bleiben!

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