Was wäre wenn

Ich begebe mich zurück auf weniger kritisch-glitschiges Gelände (und verspreche auch feierlich, mich in den nächsten 1-2 Jahren nicht mehr zum Konflikt um eretz Israel zu äussern, da ich ja eine unbeliebte und darum sogenannt «unkorrekte» Minderheitenposition vertrete … die unkorrekten Mehrheitspositionen dürfen ja immer und ständig geäussert werden … lassen wir es jetzt):

Zum pfingstlichen Vorfall in der Pfingstnovene möchte ich mich äussern, zur äusserst erstaunlichen Tatsache, dass alle chilenischen Bischöfe dem Papst nach einer intensiven Aussprache zum jahrzehntelangen Vertuschen von Missbrauchsvorwürfen und wohl auch -fällen ihren Rücktritt angeboten haben, und er nun mit seinen Mitarbeitern entscheiden kann, wer im Amt verbleiben darf und wer nicht. Wäre es nicht eine gute Sache, wenn alle Bischöfe in einem bestimmten zeitlichen Abstand ihre Resignation anbieten müssten? Gesetzt den Fall, der Vatikan hätte (Konditional – in der Schweiz zurzeit nicht zutreffend) gute Diplomaten auf den Nuntiaturen, und die würden genau verfolgen, wie die einzelnen Bischöfe ihr Amt ausüben, ob sie etwa gute Vermittler in Konfliktsituationen sind, ob sie anständig mit ihrem Personal umgehen, ob sie etwa Missstände (eben auch Missbrauchsvorfälle) offen und transparent angehen, und ob sie Nachfolger Jesu sind in den beiden wichtigsten Anforderungen, denen, «Diener, und nicht Herrscher» zu sein, und nicht auf materiellen Besitz zu achten, das wäre doch eine gute Möglichkeit, rechtzeitig (proaktiv) möglichem Ärger vorzubeugen.

Stellen wir uns vor, dass etwa die Herren Krenn, Haas und Tebartz-van Elst nach einigen Jahren ihre Resignation und Rückversetzung in die Pfarreiseelsorge hätten anbieten müssen…

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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