Wunderwaffe Familienplanung?
Bekanntlich möchte die Umweltorganisation Ecopop für die Einwanderung in die Schweiz eine starre Obergrenze festlegen. Über ihre diesbezügliche Volks-Initiative wurde schon einiges geschrieben; allerdings nicht über den darin ebenfalls enthaltenen Vorschlag, wenigstens 10 Prozent der Entwicklungshilfe müsse zur Förderung der freiwilligen Familienplanung eingesetzt werden. Tönt gut. Doch die Caritas Schweiz hat Bedenken. Aus einem KIPA-Bericht:
«Richtig wäre vielmehr, gezielt in Bildung, Gesundheit und Beschäftigung zu investieren und Familienplanung dort einzusetzen, wo dies dringend nötig sei. Als wichtigste Voraussetzung für die Senkung der Geburtenrate in Afrika bezeichnet Caritas Schweiz die «Stärkung der Stellung der Frau». Frauen «müssen mehr Mitsprache in der Gesellschaft ebenso wie in der Familie erhalten und gleichzeitig realistische Alternativen zur reinen Mutterrolle kennen», heisst es im Positionspapier.»
– Schon vor über 30 Jahren haben die indischen Bischöfe darauf hingewiesen, dass im Bundesstaat Kerala die Geburtenrate in gleichem Masse sank wie die Förderung des sozialen Fortschritts (vor allem im Bildungsbereich).
– Begreiflich: Eine junge Frau, die bis 20 in die Schule geht, wird kaum mit 14, 15 schon ihr erstes Kind haben.
– Vor allem aber: Viele Kinder sind die einzige Altersvorsorge. Wo die Altersvorsorge durch den Staat gewährleistet ist (AHV …) können die Eltern ruhig darauf verzichten, eine grosse Kinderschar zu haben.
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