Jeannette Röthlisberger

Wohin geht der Weg?

Wege sind langsam, Wege sind schnell. Häufig rauschen wir durch sie, ohne uns viel zu überlegen, was der Weg an sich bietet.

Gottes Wege, sagt man, sind unergründlich. Führt Er mich wirklich? Ist mein Weg  durch mein «Karma» vorgegeben? Durch mein Sternzeichen? Bin ich eine Marionette?

Am Weg, so denke ich, sind auch viele Bilder, viele Momente, die uns in ihrer je eigenen Schönheit zum Anhalten, zum Innehalten anregen. Blumen, Felder, Bäume, selbst Wolkenformationen, sie zu spüren und zu erleben, macht einen Weg zu einem Erlebnis. Anhalten und achtsam schauen – die Wunder der Natur, die Schönheit – aber auch die Menschen und Beziehungen um uns.

So ist es wohl auch im Leben. Wenn wir durch das Leben rasen, und nur Ziele kennen, aber den Weg dahin nicht bewusst wahrnehmen, dann verlieren wir die Bodenhaftung. Wir rasen gedankenlos dahin. Sehen einander und sehen die Schönheit der Welt nicht. Wir werden un-achtsam und spüren uns selber nicht mehr.

Gott gibt uns die Freiheit, unseren Weg zu finden. Die Blumen, die am Weg stehen, die Menschen, die uns begleiten, sie wollen Beachtung finden. Achtsam, manchmal mühsam und langsam führt der Weg hinauf, aber dann auch wieder fliegend hinab. Das Ziel bleibt das gleiche. Und Gott, Er umgibt uns mit Seiner Sorge, mit seiner Treue, bis wir selber den Weg finden, den zu gehen wir dannzumal in aller Klarheit gehen werden, weil es der einzig Richtige ist.

12. Juli 2016 | 13:47
von Jeannette Röthlisberger
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