Wird die Schweiz von Menschen «überflutet»?
Gegen den Abbau von Flüchtlingsrechten
Die Schweiz werde von Asylsuchenden «überflutet», behauptet eine gewisse Partei. Die «christliche» unter ihrem grossen Vorsitzenden D. schliesst sich den Konsequenzen an, die sich scheinbar daraus ergeben. Hier die Fakten (die sicher gewisse Leute so wenig beeindrucken wie einst einen Philosophen, der meinte: «umso schlimmer für die Tatsachen».
Kein Notstand in der Schweiz.
2012 waren weltweit mehr als 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. In der Schweiz befanden sich insgesamt 44’863 Asylsuchende. Das entspricht einem Anteil von 0,5 Prozent an der Wohnbevölkerung.
Flüchtlinge brauchen unseren Schutz.
Jede Person, die verfolgt wird und ihre Heimat verlassen muss, hat das Recht auf Schutz und Asyl. Das Flüchtlingsrecht gilt weltweit und darf nicht in Frage gestellt werden.
Abschreckung ohne Wirkung.
Die ständigen Verschärfungen im Asylgesetz lösen keine Probleme, sie schaffen immer neue. Abschreckung und Härte halten Menschen nicht von der Flucht ab, aber sie erschweren die Integration und erzeugen unnötiges Leid für Asylsuchende.
Umdenken statt Panik und Polemik.
Statt weiteren Verschärfungen und Scheinlösungen braucht es ein Umdenken in der Asylpolitik. Es ist höchste Zeit für ein faires, glaubwürdiges und effizientes Asylverfahren.
Jetzt ist Zeit für eine faire Asylpolitik.
Dazu gehören: kurze Verfahren mit Rechtsschutz für die Asylsuchenden; eine menschenwürdige Unterbringung mit Betreuung; Rückkehrberatung und -hilfe und der weitgehende Verzicht auf Zwangsausschaffungen.
Quelle: Amnesty international
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