Wir haben das älteste AKW der Welt. Aber es kann nichts passieren ....
Beznau ist bekanntlich das älteste Atomkraftwerk der Welt. Immer wieder treten Risse auf. Trotzdem weigern sich die Betreiber, das Werk abzuschalten. Es kann ja nichts passieren. Was aber geschieht, wenn wirklich etwas Schlimmes passiert? Werfen wir einen Blick auf Tschernobyl:
Fast 400.000 Menschen mussten bei der Katastrophe vor 30 Jahren ihr Zuhause verlassen. Und es könnte noch zwei, drei Jahrhunderte dauern, bis eine Rückkehr in die Region wirklich frei von Strahlungsrisiken ist.
Die Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) schätzt, dass bis zu 125.000 Aufräumarbeiter an den Folgen der Atomkatastrophe gestorben sind. Die Haupttodesursachen seien Hirn- und Herzinfarkte gewesen. Etwa acht Millionen Ukrainer, Weissrussen und Russen wurden laut IPPNW grossen Mengen radioaktiven Niederschlags ausgesetzt, vor allem Cäsium. In der Folge seien Schilddrüsenkrebsfälle massiv angestiegen, hinzu kämen erhöhte Raten von Leukämie sowie Brust-, Haut- und Darmkrebs.
Die Halbwertzeiten der giftigen Stoffe sind sehr lang: bei Plutonium einige Tausend Jahre, bei Uran bis zu einigen Milliarden Jahren.
Der Titel über diesem Blog lehnt sich an einen Witz an, der schon über 40 Jahre alt ist. Im Flugzeug kommt vor dem Start die Durchsage: «Das ist der erste Flug ohne Piloten. Aber keine Angst. Es kann nichts passieren … passier…. ren. «
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