Wer hat eine Kirche abzugeben?
In meinem letzten Eintrag habe ich von meinem Besuch bei der chaldäischen Gemeinde in Södertälje erzählt. Im persönlichen Gespräch haben mich vor allem die Einzelschicksale berührt.
Es gibt aber auch so etwas wie ein «Gesamtschicksal». Die chaldäische Gemeinde ist anzahlmässig so gross, dass die Pfarrkirche und die Räume des Pfarreizentrums hinten und vorne nicht reichen. Man stelle sich das Kirchengebäude dreigeschossig vor. Die zwei Untergeschosse unter der Erde. Auf allen drei Etagen wird am Samstag ca. 500 Kindern Katechese erteilt. Dazu werden Plastikplanen behelfsmässig quer durch die Räume gespannt, damit die einzelnen Gruppen etwas von einander getrennt sind.
Am Sonntag noch mal dasselbe in Grün. Aber da kommen nur ca. 300 Kinder und Jugendliche. Aber es trifft sich die Jugendgruppe und der Jugenchor und andere pfarreiliche Gruppen. Wieder kommen die Plastikplanen zur Anwendung.
Ein neues Kirchenzentrum scheint unumgänglich. Denn bereits jetzt wandern die ersten Gemeindeglieder ab zu anderen Kirchen, da sie die Enge nicht mehr aushalten und am Gottesdienst wegen des beschränkten Platzangebotes sowieso nicht teilnehmen können.
Bleiben zwei Fragen? Wer hat eine Kirche abzugeben?
Wer kann einen neuen Kirchbau finanzieren?
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