Walter Ludin

Wer darf in der Kirche mitreden?

Auch Kardinäle können sich irrenIn den letzten Tagen habe ich gerade zwei Kardinal-Fehler entdeckt:»«¢ Auf Telebasel wurde Kardinal Koch auf die Basler Gleichstellungs-Initiative angesprochen, die von den Landeskirchen fordert, sich für Änderungen der Zulassungsbedingungen zum kirchlichen Amt einzusetzen. Er meinte, es sei seltsam, wie viele Schweizer Einmischungen der Politik in die Kirche erwarteten, um Reformanliegen durchzubringen. Nein, lieber Kurt: Eine Landeskirche ist zwar staatlich anerkannt. Sie besteht jedoch aus Katholiken mit der Würde von Getauften. Du hast selber im Jahr der Taufe immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig diese Würde ist …»«¢ «Kardinal Paul Cordes übte Kritik an christdemokratischen Politikern, die Reformen in der Kirche angemahnt hatten: «Politiker maßen sich sogar – unter Missbrauch ihrer parlamentarischen Legitimation – Weisungen für das kirchliche Amt an.» (kathweb) Auch hier: Diese Politiker sind ebenfalls Getaufte. Sollte jemand, der ein politisches Amt hat, einen Maulkorb verpasst bekommen, wenn es um die Kirche geht? Übrigens: Als vor vielen Jahren anlässlich einer Bischofs-Synode in Rom dem damaligen Weihbischof Cordes jemand ein biblisches Argument vorgehalten hat, meinte er, mit der Bibel könne man alles beweisen. Also solle man doch die Bibel beiseite lassen. Eine engagierte Schweizer Katholikin, die als Beraterin der Schweizer Delegation anwesend war, war darob höchst entsetzt. Man habe ihr ein Leben lang beigebracht, die Bibel ernst zu nehmen. Und jetzt so was…..

10. September 2011 | 01:37
von Walter Ludin
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