Wenn selbst der Chef mangelhaft argumentiert
Ja dann muss man(n) sich nicht wundern, wenn die Basis protestiert.
Benedikt letzten Dezember: Wenn man das Naturrecht in Frage stelle, gebe es die «Diktatur des Relativismus, der nichts als unveräusserlich anerkennt und als letzten Maßstab nur das Ich und dessen Wünsche anerkennt». Gesetze, die den Schutz des menschlichen Lebens beeinträchtigen, verstoßen gegen die Menschenwürde. Die staatlichen Gesetze müssten überall auf der Grundlage des universalen Naturrechts stehen und die Würde der Menschen schützen. «Gesetze, die Abtreibung oder Euthanasie erlauben oder die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau relativieren, sind demnach in keiner Weise angemessen».
Lieber höchster Chef, würdest Du mir Unwürdigem erklären, wie Du dazu kommst, das «Erlauben» von Abtreibung und Euthanasie und das «Relativieren» der monogamen Hetero-Ehe gleichzustellen und zu werten? Der heilige Thomas wird sich wohl vor Schreck im Grabe umgedreht haben. Und Immanuel, der Grosse, lädt Dich zum Nachbüffeln in seiner Vorlesung «Ethische Grundlagen» ein.
Apropos: Wittgenstein lässt noch fragen, wer denn definiert, was «Naturrecht» ist. Aber da der selber vom anderen Ufer stammt, wirst Du ihn wohl ignorieren.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


