Wenn die Demagogen mal losgelassen sind
Spannender Artikel heute im «Tagblatt» zur Einbürgerungsinitiative mit speziellem Fokus auf die politische Gemeinde Oberriet im St.Galler Rheintal. Oberriet gehört zu den «seligen» Gefilden, in denen die SVP (von mir auch gerne NSVDAP genannt) zurzeit auf über 50% (!!) der Stimmen kommt.Nun daraus kann man verschiedenes folgern: Oberriet war ursprünglich tief KK-schwarz und hat nun zu tiefbraun mutiert. Woran liegt es aus katholischer Sicht, dass ein solcher Wechsel so schnell möglich ist? Was haben da meine Kollegen in früheren Jahrzehnten wohl gepredigt und verkündigt? Wann ging das christliche Ethos vor die Hunde?Man(n) kann auch folgern: Mutter Kirche hat ihre Kinder ja gerne in geistiger Unmündigkeit gehalten, dann aber nach dem Vaticanum II vorübergehend doch in eine gewisse Freiheit entlassen. Wie sie sie nun wieder einfangen will, sind diese Kinder aber plötzlich in eine neue Unmündigkeit übergewechselt und äusserst anfällig für einfach-plumpe Sündenbockerklärungen.Ach ja: Der Artikel behandelt auch die Einbürgerungspraxis in Oberriet. Bis vor wenigen Jahren wurden auch dort die vom Gemeinderat vorgeschlagenen Einbürgerungen jeweils an der Bürgerversammlung locker durchgewunken. Nun – unter neuem geistigem Einfluss – werden sie fast alle plötzlich abgeblockt. Wenn jemand -ic oder -aj heisst, hat er keine Chance. Die Gemeinde würde heute wohl nicht einmal Agnes Gonxha Bojaxhiu einbürgern und später dann erschreckt feststellen, dass sie die Einbürgerung einer Heiligen verunmöglicht hat …
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