Elisabeth Aeberli

Weltgebetstag am 3. März

«Ich habe von eurem Glauben gehört», mit diesem Aufruf wird der diesjährige Weltgebetstag mit der Liturgie aus Taiwan gefeiert
Über die geopolitische Lage Taiwan wurde und wird viel berichtet. Der Weltgebetstag stellt in der Feier vor allem die Bevölkerung und die Religionen des Landes im Chinesischen Meer vor.
Die Bevölkerung Taiwans besteht zur grossen Mehrheit aus Nachkommen von Eingewanderten aus China. Daneben gibt es mehr als ein Dutzend indigene Völker mit ihren eigenen Sprachen. Das Christentum kam im 17. Jahrhundert mit der niederländischen und spanischen Kolonialisierung auf die Insel. Es ist mit 6,5 Prozent eine Minderheitsreligion neben Buddhismus, Taoismus und anderen Religionen. Taiwan hat in der Weltrangliste einen Spitzenplatz bezüglich religiöser Vielfalt und Religionsfreiheit. Der Weltgebetstag wird in Taiwan seit 1935 gefeiert. Die Schweiz hat die Initiative später aufgenommen. Seit 1950 feiern die Evangelischen Frauen der Schweiz den Weltgebetstag. 1968 kam der Katholische Frauenbund dazu – 1969 wurde der Weltgebetstag erstmals in ökumenischer Zusammenarbeit gefeiert.
«Informiert beten – betend handeln» mit dieser Devise fühlen sich die Feiernden weltweit als Gemeinschaft verbunden. Informationen dazu auf der Homepage des Weltgebetstages: wgt.ch

Das Titelbild auf dem Liturgieheft stammt von Hui-Wen Hsiao (geb 1993). Es ist Abbild ihres eigenen Glaubens und ihrer Hoffnungen. Vor dem dunklen Hintergrund einer unsicheren Zukunft dominieren die roten Schmetterlingsorchideen, der Stolz Taiwans. Der Mikadofasan und der Schwarzgesichtlöffler – zwei taiwanische, aber vom Aussterben bedrohte Vögel – symbolisieren Eigenschaften des taiwanischen Volkes: Zuversicht und Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten.

Titelbild auf dem Liturgieheft von Hui-Wen Hsiao.
2. März 2023 | 15:24
von Elisabeth Aeberli
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