Weg durch Gestrüpp bahnen
Bisher nicht behandelte Schemata, schon behandelte Schemata, die aber noch «einige Sorge» bereiten, neue Texte: Kardinal Döpfner gibt der Deutschen Bischofskonferenz, die am 17. Februar 1964 in Hofheim tagt, einen Überblick über die vor und in der dritten Konzilssession zu leistende Arbeit (vgl. Dö 568-574). Es ist der Versuch, einen Weg durch zum Teil sehr undurchsichtiges Gestrüpp zu bahnen. An vielen Stellen tauchen Fragezeichen auf: Was soll noch diskutiert, worüber soll nur abgestimmt werden? Wie sind Entwicklungen zu beurteilen, etwa wenn eine durchaus erwünschte Kürzung mancher Texte das Kind mit dem Bade ausschüttet und nur noch 12-14 Zeilen übrig lässt.
Eine Frucht der Konzils lässt sich immerhin schon ernten: An der Konferenz werden die ersten Beschlüsse über die Umsetzung der Liturgiekonstitution in Deutschland gefällt: Die biblischen Lesungen sollen in der Volkssprache verlesen werden.
(emf)
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