Walter Ludin

Was kümmern uns die Flüchtlinge aus Afrika?

«Alle träumen sie den gleichen Traum: Europa, Arbeit, Würde, Wohlstand.» So schreibt Linard Bardill, der sich als «Liederer» bezeichnet, in einem Kommentar in der CoopZeitung; ausgehend vom Besuch des Papstes auf Lampedusa:

«…  Dafür nehmen sie den Tod in Kauf. Dafür tun sie jede Arbeit, wenn sie es denn ausnahmsweise schaffen. Verkaufen Gürtel an italienischen Stränden  oder flechten Kindern Strähnen ins Haar. Das Thema verdirbt einem die gute Laune. Die Festung Europa hat selbst genug Probleme; die Schweiz kämpft um jedes Asylantenheim. Niemand will sie haben. Niemand hat eine Lösung. Niemand ist bereit, Afrika nachhaltig Hoffnung zu geben. Afrika hat Gold und Öl und Land. Das holen wir uns. Die Menschen können uns gestohlen bleiben. Dem Papst sei für seinen Mut gedankt.»

Aber der Papst beeindruckt unsere Politik ja in keiner Weise. Wir sind stolz auf unsere humanitäre Tradition. Niemand soll uns dreinreden ….

23. September 2013 | 01:44
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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