Warum uns «Fremdes» auf der Strasse Mühe macht?
Die Unfähigkeit, das Fremde beim anderen anzuerkennen: Darüber äusserte sich Katajun Amirpur im bereits gestern zitierten Gespräch:
«Es ist eine Mischung aus ganz verschiedenen Vorurteilen und Ressentiments. Es ist diese Haltung: Wenn die hier herkommen, dann sollen die sich anpassen. Hier gehört das nun mal nicht hin, das wirkt fremd bei uns. Viele möchten ungern etwas auf der Strasse sehen, was ihnen nicht auf Anhieb bekannt vorkommt. Das ist eine Haltung, die man vielerorts vorfindet, das ist nichts Deutschlandspezifisches: Viele Gesellschaften definieren sich selber durch die Abgrenzung vom anderen.»
«Auf der Strasse Fremdes sehen»: Wer hat nicht bisweilen damit Mühe? Auch beim Out-fit gewisser Jugendlicher?
Oder ein persönliches Beispiel: Im Bus treffe ich öfters recht junge ultra-orthodoxe Juden, die nach Kriens in die Talmud-Hochschule fahren. Sie tragen Hüte, Bärte, schwarze Kleidung. Ein recht seltsamer Anblick. Ich ertappe mich oft beim Gedanken: Warum können die nicht einfach ……?
Offensichtlich handelt es sich hier um ein schwieriges Phänomen. Ist es damit lösbar, dass wir den Andern das fremde Aussehen (Kopftüchter) verbieten?
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