Warum Ueli wählen? Teil 2
Vergleichen wir doch mit Oesterreich. Das Potential an neofaschistischer Wählerschaft liegt in beiden Alpenrepubliken bei gegen 30%, die Zahlen für SVP und FPÖ/BZÖ sind fast identisch. Mir ist schon bewusst, dass die Weimarer Republik zum Ende gescheitert ist, ich supponiere aber gut 75 Jahre später, dass es mittels demokratischem Würgegriff gelingen müsste, die Rechtsaussenparteien zu «zähmen». In der ÖVP/FPÖ-Koalition ist es dem kleinen ehrgeizigen Herrn Schüssel recht gut gelungen, Herrn Haider und seine braunen Männerkumpane einzubinden. Und erst wie die Kerle wieder ausserhalb der Regierung toben konnten (angesichts der Windfahne Gusi auch verständlich …), wurden sie erneut stark. Wollen wir denn 2011 gar 35% SVP-Anteil? Herrn Schluers braune Jünglinge stehen draussen vor der Tür!
Frau Calmy-Rey und Herr Couchepin werden Ueli aus Hinwil schon zähmen; Herr Merz wird ihm noch etwas mehr Anstand beibringen; mit Frau Widmer-Schlumpf kann er sich versöhnen und mit Moritz Strategien des ironisch in den Ausstand Tretens üben. Nur Frau Leuthard trauert wohl dem reichen Grossmaul, das Andreas Blum in einem NZZ-Leserbrief übrigens als den «meist überschätzten Schweizer Politiker» (? …) bezeichnet, noch nach.
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