Heinz Angehrn

Warum «Dignitatis humanae» durchaus dogmatischen Charakter hat

Pius XI. anno 1928:
«Angesichts der Tatsache, daß es nur sehr wenige Menschen gibt, denen jeder religiöse Sinn abgeht, hoffen einige, daß sich – bei aller Verschiedenheit der Völker in den religiösen Ansichten – doch problemlos eine brüderliche Übereinstimmung im Bekenntnis gewisser Wahrheiten als gemeinsamer Grundlage des religiösen Lebens erreichen läßt. Zu diesem Zwecke halten sie vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Konferenzen, Versammlungen und Vorträge. Dazu laden sie alle ohne jeden Unterschied zur Aussprache ein – Heiden jeder Art und Christen, und auch jene, die unseligerweise von Christus abgefallen sind oder die seine göttliche Natur und seine göttliche Sendung erbittert und hartnäckig bekämpfen. Derartige Versuche können von den Katholiken in keiner Weise gebilligt werden. Sie gehen von der falschen Meinung aus, daß alle Religionen gleich gut und lobenswert seien, weil alle – wenn auch in verschiedenen Formen – doch gleichermaßen den uns angeborenen natürlichen Sinn ausdrücken, durch den wir nach Gott verlangen und uns seiner Oberherrschaft gehorsam unterwerfen. Die Vertreter solcher Ansichten sind nicht nur in Irrtum und Selbsttäuschung gefangen. Sie lehnen vielmehr auch die wahre Religion ab, indem sie ihr Verständnis verfälschen. Auf diese Weise nähern sie sich Schritt für Schritt dem Naturalismus und Atheismus.»
Diese grobe Häresie, die bei den Piusbrüdern und -schwestern noch verbreitet ist/wird, wurde im Vaticanum II – endlich und gottseidank – überwunden.

8. Dezember 2009 | 18:19
von Heinz Angehrn
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