Vorläufig Abschliessendes aus dem braunen Osten
Herr Müller begründet seinen Übertritt übrigens in der Hauptsache damit, dass er nicht mehr im Widerspruch mit der Mehrheit in der CVP stehen möchte. Damit kommen wir nun in medias res:
a) Es fiel in den letzten Jahren effektiv auf, dass, anders bei Parteiversammlungen der anderen etablierten Parteien, die Parolenfassungen der NSVAP sehr häufig einstimmig gefasst wurden. Es fiel auf, dass zwar ein/e Referent/in der Gegenmeinung aufgeboten wurde, diese Person aber häufig (gemäss Presseberichten) einfach vorgeführt, ausgelacht und abserviert wurde. Es ist daraus zu folgern, dass die NSVAP schon an Parteiversammlungen geschlossen auftreten und so dem «Volke» (dem Volk, für das es panem, circenses et gaudium gibt) imponieren will. Die Auftritte von CB beginnen denen von JG zu gleichen!
b) Damit ist erneut der Verdacht zu erheben, dass die NSVAP die neue totalitäre Partei ist, die eigentliche Nachfolgepartei etwa der tollen kommunistischen Einheitsparteien wie der SED, bei der an Parteitagen im Wesentlichen den Führern gehuldigt und dann deren im ZB im voraus gefasste Meinung abgesegnet wurde.
[Einschub: Der böse Kritiker, der hier auch schon die SPS in eine ähnliche Schublade steckte, anerkennt immerhin, dass am Parteitag in Lausanne kontrovers diskutiert und abgestimmt wurde. Er warnt aber die Linken im Land, sich infizieren zu lassen.]
c) Ist Politik im wahren Sinn nicht der farbenfrohe, vielfältige Austausch von verschiedensten Ansichten, Thesen und Gegenthesen? Kann sich eine Partei eigentlich noch «Volks-»Partei nennen, wenn sie so uniform auftritt?
Totalitarismus beginnt auch damit, dass sich Minderheiten zu verstecken beginnen. Und das hat Herr Müller soeben gemacht.
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