Konzilsblogteam

Von der Konfusion zur «zweiten Vorbereitung»

Die Ungewissheit, welche über der Zwischenzeit liegt, wird zur Konfusion, als zu Beginn der Intersessio verschiedene Textvorlagen kursieren, die zuvor bereits für ad acta gelegt gehalten wurden und nun z.T. konkurrierend zu anderen Textvorlagen gleichwohl noch umlaufen. Wegen mangelnder Transparenz hinsichtlich des Zeitplans und der Entscheidungen der Koordinierungskommission erarbeiten nicht wenige Konzilsväter erarbeiten mit einigem Aufwand Voten zu Texten, die im weiteren Verlauf des Konzils keine Rolle mehr spielen werden. Es steht auf Messers Schneide, ob eine «zweite Vorbereitung» gelingt, oder ob der Prozess unter der Hand wieder zur ersten Vorbereitung und den entsprechenden Texten zurückkehrt.Am 15. Januar 1963 schreibt Léon-Joseph Kardinal Suenens: «Bis hierher überwiegt der negative Kampf; der positive Teil wird später kommen, hoffe ich» (zit. A 2,445). In der Tat wird sich diese Intersessio langfristig als Zeit einer «zweiten Vorbereitung» (Jan Grootaers) gestalten. Nachdem erste Weichen gestellt sind, kann diese zweite Vorbereitung gezielter auf Textvorlagen hinarbeiten, welche den Voten der Konzilsväter entsprechen.(emf; vgl. Jan Grootaers: Zwischen den Sitzungsperioden. Die «zweite Vorbereitung» des Konzils und ihre Gegner. In: A 2,421-617, v.a. 421-428).

9. Januar 2013 | 07:57
von Konzilsblogteam
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