Vergangene Zeiten II
Der Bischof hiess Josephus. Er war wohlbeleibt, sehr freundlich und gütig zu uns Ministranten. Noch beliebter als er war freilich seine Schwester, Fräulein Hasler. Wenn wir das Glück hatten, in der bischöflichen Kapelle bei seiner Privatmesse ministrieren zu dürfen, dann erhielten wir zum Abschied von ihr leckere Süssigkeiten. Nur einmal passierte Fräulein Hasler ein Missgeschick: Sie griff tief in die bischöfliche Köstlichkeitenbüchse und beförderte aus ihr Schokolade, die uns zuerst auf der Zunge zerrann, dann aber auf dem Weg in die Schule kleine Mengen Cognac oder Kirsch in den Schlund rinnen liess. Unser Erstaunen war gross, der Schreck mancher Eltern auch.
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