Unverständliche Verkündigung ...
… führt in die Krise
Weiter im Text:KOMMT FÜR DIE KATHOLISCHE KIRCHE JEDE RETTUNG ZU SPÄT? Reflexionen eines Kirchenhistorikers von GEORG DENZLER
«(5) Die Wurzeln der gegenwärtigen Krise der Kirche liegen aber viel tiefer. Worum es heute geht ist eine Krise des religiösen Bewußtseins, eine Krise des christlichen Glaubens. Auch und gerade der religiöse Mensch von heute begegnet mit Argwohn und Mißtrauen einem objektiven, autoritären System von Tabus, Pflichten und Glaubensartikel. Die Distanz zwischen den Formen unseres Gottesglaubens und den Weisen, in denen wir unsere menschliche Existenz erfahren, ist riesengroß geworden. Die Kirchenlehrer – damit meine ich alle, die in irgendeiner Weise mit der Verkündigung des christlichen Glaubens zu tun haben – haben es nicht verstanden, mit dem Fortschritt der Wissenschaft, auch und vor allem der theologischen Wissenschaft, Schritt zu halten. Der wissenschaftlich orientierte Mensch von heute läßt sich das, was er für wahr halten soll, nicht mehr ohne weiteres und ungeprüft von Glaubensinstanzen vorschreiben. Er will zuerst wissen, ob und aus welchem Grund die vorgelegten Lehren des Glaubens tatsächlich auf Offenbarung beruhen. Damit, daß man die Etikette «Heiliger Geist» aufklebt, ist es nicht getan.»
Ein anschauliches Beispiel dafür, wie es nicht mehr geht, erleben wir fast Tag für Tag in gewissen Kommentaren zu meinem Blog. Die Autoren meinen, man müsse aus Dogmensammlungen zitieren oder aus dem Welt(jugend?)katechismus und alle Fragen seien für alle ein für alle mal gelöst.
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