Sibylle Hardegger

Umzug mit Bürokratie

Die Bloglesenden werden sich fragen, ob es mich noch gibt… eine lange Funkstille. Nun, ich war wieder einmal am Umziehen. Es ist mittlerweile das vierte Mal seit ich vor 2 1/2 Jahren in Uppsala angekommen bin. Ich hoffe, dass es auch das letzte Mal sein wird. Dabei ist das Zügeln von Klamotten und Möbeln noch das wenigste. Schlimmer ist die Bürokratie und andere Unannehmlichkeiten, die sich damit verbinden. Einige Eindrücke:
1. Vor der neuen Wohnung ist striktes Halte – und Parkverbot.
Das heisst, jedesmal wenn ich eine Schachtel in die neue Wohnung bringe, laufe ich Gefahr eine Busse zu kriegen. 
Also Kofferraum auf, Schachteln raus, Schachteln ins Haus, in den Lift, in die Wohnung, wieder raus, Kofferraumdeckel zu und nix wie weg.
2. Der sprechende Lift: Ein Lift, der einem in jedem Stockwerk aufs Neue begrüsst, mag ja für einmal ganz nett sein. Aber wenn man es 10 x gehört hat, würde man der «Frau die da spricht» ganz gerne ein dickes Klebeband über die nicht vorhandenen Lippen kleben.
3. Das Anmeldeprozedere: Selbstverständlich kann man das über Internet machen, so man dann alle Angaben hat. Ich habe leider von meinem Vermieter keine Wohungsnummer bekommen. Die Wohnungen wurden nämlich beim Umbau neu aufgeteilt. Weil ich diese Nummer nicht habe, komme ich mit der Anmeldung im Netz nicht weiter. «Füllen Sie ihre Wohnungsnummer in das dafür vorbestimmte Feld ein»  – immer und immer wieder kommt diese Meldung. Also rufe ich den Kundendienst an. Die setzen einfach eine Nummer ein (gut, hätte ich auch gekonnt). 
Zwei Tage später kriege ich die Formulare zur Unterschrift. Darauf steht, dass ich keine Postnachsendung wünsche. RICHTIG. Ich will ja meine Post weiterhin ins Büro kriegen. Aber das geht nicht. Entweder an die Wohnadresse oder die Post geht an den Absender zurück.
Also nochmal den Kundendienst anrufen. «Tut uns leid. Entweder Heimadresse oder Post geht an den Absender zurück.» Ich krieg die Krise.
Meine Krise geht nun schon so weit, dass ich mich heute Morgen von der «Frau im Lift» verabschiedet und ihr einen schönen Tag gewünscht habe…..

9. August 2013 | 10:04
von Sibylle Hardegger
Lesezeit : ca. 1  Min.
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