Tutti gabbàti !
So das Fazit von Verdis «Falstaff», das Fazit eines langen Künstlerlebens, 1893 erstmals gesungen. «Betrogne Betrüger sind sie alle!», so möchte ich gerne völlig frei variieren. Ein faszinierendes Ausrufezeichen nach so vielem, was in der Welt- und Menschengeschichte ersonnen, diskutiert und unternommen wurde.
Und wie weh tut es zu entdecken, dass man(n) selber zu den «gabbàti» gehört, selber Bestandteil des Netzes der sich Betrügenden ist. Das ist mir in grosser Trauer in den Sinn gekommen, als ich mir nun endlich die Mühe genommen hatte, Heinrich Breloers monumentalen Dreiteiler «Die Manns – ein Jahrhundertroman» nicht nur anzuschauen, sondern auch quasi piece by piece zu verdauen.
Wenn ich mich in den kommenden Monaten hier also unter dem Stichwort «gabbàti» melde, dann möchte ich mich zum Thema des gesellschaftlichen und familiären Verdrängens der Homosexualität äussern und das Unglück aufzeigen, das dieses lange vom Staat und noch heute von der Kirche bewusst und absichtlich in die Hirne der Menschen implantierte Tabuisieren über Eltern und Kinder gebracht hat.
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