Walter Ludin

Trotz allem: die Befreiungst-Theologie lebt

Die Befreiungstheologie sei keineswegs tot, sagte der Jesuit Martin Maier in einem Interview. Er verwies auf eine ironische Aussage von Gustavo Gutierrez – dieser habe einmal gesagt, sie könne gar nicht tot sein, solange er als ihr Vater keine Einladung zur Beerdigung bekommen habe.
Weiter sprach Martin über

Franziskus und die «Option für die Armen»

Papst Franziskus, der seit dem Beginn seines Pontifikats die Armen ins Zentrum seines Wirkens stellt, ist für Maier zwar kein Befreiungstheologe, allerdings nur deshalb, weil er überhaupt kein Theologe sei. «Die Anliegen der Befreiungstheologie spielen bei ihm eine ganz wichtige Rolle», zeigt sich der Experte überzeugt, «einerseits, wenn er von der ‹Option für die Armen› spricht, aber auch wenn es um das Verhältnis von Glaube und Gerechtigkeit geht».
Franziskus habe auch bereits bei mehreren Gelegenheiten offene Kritik an den derzeitigen politischen und ökonomischen Systemen der Welt geäussert, die durchaus im Sinne der Theologie der Befreiung zu verstehen seien.
 

5. August 2013 | 01:13
von Walter Ludin
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