Walter Ludin

Tröstliche Worte für Kirchenreformer

«Den Sieg tragen die Geduldigeren davon. Eine gute Reform hält jede Menge Niederlagen aus. Die Zukunft gehört den Beharrlichen.» Dies schreibt Andreas Unfried in seinem Buch «Da murrte das Volk» (echterVerlag 1999).
Er zieht Parallelen zwischen dem Volk Israel bei seinem Durchgang durch die Wüste und unserer heutigen Kirche/Pfarreien. Zum Beispiel:
Das Volk feiert seine Befreiung. Doch als es lange Zeit allein war, weil Mose sich auf dem Berg befand, «flüchtet es sich ins uralte Brauchtum.» Die Parallele: «Da feiert die Kirche den grossen Durchbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils und kämpft in der Folge gegen den Durchmarsch der Traditionalisten.»
Der Trost: «Das Neue gewinnt nicht im ersten Durchgang.» Darum: «Reformer gewinnen nicht auf Anhieb. Reformer verlieren regelmässig … Es ist sozusagen der Lackmus-Test für die Qualität einer Reform, wie viele Niederlagen sie verträgt, bevor sie endlich umgesetzt wird.»
Weiter: Vermutlich wird die alte Kirchengestalt schlicht und einfach vergehen. Die Ereignisse werden sie einfach überrollen.»
Ein Beispiel: «Was wurde vor 20 Jahren über Mädchen als Messdienerinnen gestritten! Die Frage hat sich klammheimlich erledigt – unterdessen sogar mit päpstlichem Segen.»

6. Juni 2013 | 01:48
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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