Tridentinische Messe
Nochmals ein Schritt zurück in die «gute alte» ZeitAls Benedikt XVI. im Jahr 2007 die «alte» Messe wieder zugelassen hat, gab es Kritik – ausser von den ewig Gestrigen. Nun hat er noch einen Zacken zugelegt. «Die Rechte der Anhänger der lateinischen Messe wurden gestärkt», heisst es in einem Kommentar. Also nochmals ein Rück-Schritt. Jene bekommen Recht, die meinen, der gegenwärtige Papst führe die Kirche in die Vergangenheit statt in die Zukunft.Benedikt XVI. spricht vom «wertvollen Schatz» dieser Messform. Man bleibe realistisch: Was ist hier wertvoll? Vor Jahren kam ich zufällig in eine Messe, die in einer von Lefebvristen besetzten Pariser Kirche «gelesen» wurde. Ich staunte, dass wir in früheren Zeiten eine solche «Feier» normal gefunden haben: Der Priester dreht dem Volk den Rücken zu und murmelt in einer unverständlichen Sprache etwas vor sich hin (wer versteht heute noch Latein, ausser wir Theologen, die vor dem Konzil im Gymnasium waren??). Hin und wieder dreht er sich um und sagt etwas in selbiger Sprache. Was soll an einem solchem Ritus «wertvoll» sein?Vielleicht liegt hier die Lösung: Diese Messe «pädagogisiert» und «katechetisiert» nicht wie die neue. Im Klartext: Man geht seinen eigenen Gedanken nach und wird nicht durch Impulse gestört, die vielleicht zu mehr Gottes- und Nächstenliebe führen könnten.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


