Sprachengewirr
Während in der Konzilsaula und in vielen Kommissionssitzungen Latein gesprochen wird, herrschen bei anderen Anlässen die modernen Sprachen vor. Als Congar bei der Sitzung einer Kommission in neuer Zusammensetzung eintrifft, bei der sich die Teilnehmer noch nicht kennen, bemerkt er: «Man macht sich bekannt, man spricht französisch und vor allem deutsch» (Co 2,297).
Am Folgetag beginnt die Arbeitssitzung, in den Arbeitssprachen Latein, Italienisch und Französisch, wobei Congar notiert, er halte sich ans Lateinische. Umso kritischer ist er immer wieder, wenn es um das Latein von Konzilsbischöfen in der Aula oder auch von Theologen-Kollegen geht. Bei französischen Bischöfen und Theologen moniert er deren Aussprache vor allem der lateinischen Endungen und Betonungen («üs» statt «us»; vgl. z.B. Co 1,240.539; Co 2,306).
Wohl denen, die sprachbegabt sind!
(emf)
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