Sorge um die Sehkraft von Kardinal Frings
Am 4. Januar 1963 schreibt Kardinal Döpfner an seinen Amtskollegen Kardinal Frings. Er hatte die deutschen und österreichischen Konzilsväter auf den 5./6. Februar 1963 nach München eingeladen, doch hatte er es versäumt, dies ausdrücklich im Namen von Kardinal Frings (dem Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz) zu tun – was ihn zu einem aufrichtigen «mea culpa» veranlasst.Zugleich erwähnt er eine Operation, mit der versucht worden war, die Sehkraft des Kölner Kardinals wiederherzustellen. Es seien widersprüchliche Nachrichten eingetroffen, die Döpfner so deutet, «dass die Operation nicht ohne Erfolg war, wenn sie scheinbar auch nicht die Sehkraft in der gewünschten Weise wiederherstellte» (Dö 326). Tatsächlich schritt der Prozess der Erblindung des Kardinals bereits zur Zeit des Konzils fort, was ihn nicht daran hinderte, seine Reden in gestochenem Latein zu halten.(emf)
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