Stephan Sigg

Sind Sie bereit für Social M... usic?

Social Media bietet der Kirche Chancen, ihre Botschaft neu zu den Menschen zu bringen. Auch die Kirchenmusik könnte davon profitieren – mit der Social Media-Plattform Spotify.

Immer mehr Menschen hören Musik online oder via Online-Stream. Momentan hat in Sachen Musik-Streaming Spotify die grösste Resonanz. Die Nutzerinnen und Nutzer können ein Profil eröffnen, Songs entdecken und anhören, aber auch eigene Playlisten erstellen. Die Playlisten sind öffentlich, sodass andere Spotify-Nutzerinnen und -Nutzer auf Playlisten von Freundinnen und Freunden aufmerksam werden und dadurch neue Songs entdecken.
Spotify wird auch als Social Media-Plattform bezeichnet, da sie unter Nutzerinnen und Nutzer einen Dialog über Musik ermöglicht. Von Musikschaffenden wird der Dienst, der in Schweden gegründet wurde, heftig kritisiert, da die Einnahmen gegen Null gehen. Laut Recherchen des Hessischen Rundfunks bekommt ein Künstler im besten Fall nur 0,00164 Euro pro Stream. Zahlreiche Plattenfirmen und Bands haben ihre Songs deshalb für Spotify gesperrt.
Nichtdestotrotz könnten Institutionen, die sich für Kirchenmusik engagieren, Spotify nutzen, um sakrale Musik einem grösseren Publikum bekannt zu machen. Denn im Spotify-Katalog sind auch viele kirchliche Lieder zu finden – oft sogar in verschiedenen Versionen (von klassisch bis modern). kath.ch liefert gleich ein Beispiel: Die Redaktion hat eine Playlist mit alten Adventsliedern erstellt. Hören Sie rein und entdecken Sie traditionelle, christliche Adventsmusik.
Zur kath.ch-Spotifylist

3. Dezember 2013 | 15:10
von Stephan Sigg
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