Walter Ludin

Sind Menschenrecht «westlich»?

Es war an einer Sitzung des UNO-Menschenrechtsrates in Genf. Mit Erstaunen hörte ich, wie ein Delegierter aus dem Süden die Menschenrechte als eine Erfindung des «Westens» bezeichnete. Darum seien sie nicht allgemein gültig. (Im Klartext: Seine Regierung müsse sich nicht daran halten ….).
Dazu die Agenturmeldung, die vor einigen Wochen zu lesen war:
Westen hat kein Monopol auf Menschenrechtsidee
Der deutsche Sozialphilosoph Hans Joas will dem Westen nicht das Exklusivrecht auf die Entwicklung der Menschenrechte zubilligen. Wesentliche Autoren der Uno-Grundrechtecharta von 1948 seien ein Chinese und ein christlicher Araber gewesen, sagte der Religionssoziologe im Deutschlandfunk.
Der Text sollte nach den Vorstellungen der Autoren gerade nicht Produkt einer westlichen Tradition sein. Joas kritisierte zugleich, dass viele Menschen zu Abstrichen bei den Menschenrechten bereit seien, wenn es zu Konflikten etwa mit der nationalen Sicherheit komme.
Ich füge hinzu: Wenn es um die Volkssouveränität geht … (vgl. Initiative der SVP!)
 

11. Juni 2016 | 01:44
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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