Sind Flüchtlinge willkommen?
In Deutschland brannte – nicht zum ersten Mal – eine Asylunterkunft. Ich erinnere mich nicht an solche Vorfälle in der Schweiz (vielleicht kann mir jemand von euch nachhelfen…). Doch an unzähligen Orten werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Asylzentren zu verhindern. Auch und gerade in «katholischen Stammlanden». Ich frage mich, wie weit hier das Hauptgebot Jesu schon angekommen ist – und seine Identifikation mit den Notleidenden: «Ich war fremd…..»
Zum Thema eine Meldung aus Österreich: «Manfred Scheuer, Bischof von Innsbruck. Auf die Frage, wie Solidarität gegenüber Flüchtlingen aussieht, zeichnet er wohl ein etwas zu helles Bild:
Scheuer: Hier hat sich einiges zum Positiven verändert. Ich nehme keine aggressive Stimmung gegenüber Asylwerbern wahr, wie das etwa Anfang der 1990er-Jahre der Fall war. Gleichzeitig ist es eine mühsame Arbeit, Plätze für Asylwerber bzw. Asylberechtigte zu finden. Da gibt es teilweise Ängste von Menschen, die nicht wissen, was hier auf sie zukommt. Das ist aufzugreifen. Es braucht deshalb eine gute Kommunikation zwischen Politik, Beamten, der Zivilbevölkerung und Medien, um ein positives Klima zu schaffen. Wir haben erlebt, dass dort, wo Asylwerber aufgenommen wurden, relativ wenige Probleme auftreten. Auch an Orten, wo zuvor Widerstand spürbar war.
Es gibt aber auch Kritik an der Kirche, weil mehr Engagement in der Bereitstellung von Asylunterkünften erwartet wird.
Scheuer: Die Pfarrgemeinden haben sich angestrengt. Wenn ich es mir zahlenmässig anschaue, könnten es mehr Quartiere sein. Oft war der Wille, etwas zu tun, stärker als die konkreten Möglichkeiten. Die Bauwerke schauen oft gross aus, doch um Unterkünfte für Asylwerber zu schaffen, wären grosse Investitionen notwendig. Ich will nichts beschönigen. Wichtig ist allerdings, die Kräfte so zu bündeln, dass ein gutes Miteinander möglich ist. Die Pfarren leisten viel für die Betreuung von Asylwerbern.»
PS. Welches sind in der Schweiz die Leitungen der Pfarreien?
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