Schweizer Bischöfe immer noch im «Verbots-Modus»
Eigentlich wollte ich zur mutlosen Stellungnahme der Schweizer Bischöfe zur Lesbensegnung schweigen. Aber die folgende Aussendung von «Wir-sind-Kirche» hat mich motiviert, etwas darüber zu schreiben. Zum 2. Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus schreibt die dt. Kirchenvolksbewegung:
«Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. treibt Franziskus jetzt den Erneuerungskurs in vielen Bereichen voran. Es ist ein grundlegender Kulturwechsel, der jetzt endlich das umzusetzen versucht, was das Zweite Vatikanische Konzil vor 50 Jahren intendierte bezüglich innerkirchlicher Reform, Partizipation der Gläubigen, Öffnung zur Welt sowie zur Ökumene und zum Interreligiösen Dialog. Dieser Kulturwechsel wird und muss auch einen Kurswechsel bringen. Dazu müssen allerdings das Kirchenvolk und die theologischen Wissenschaften von den Bischöfen noch sehr viel stärker aktiv beteiligt werden und auch selber die Beteiligung einfordern. Franziskus stösst Prozesse an und wählt bewusst den «Synodalen Weg» wie bei der doppelten Familien-Synode 2014 und 2015, statt Entscheidungen «von oben» zu fällen. Der Wechsel vom «Verbots-Modus» in den «Dialog-Modus» ist gerade in der katholischen Kirche für viele ungewohnt, entspricht aber der Linie des Zweiten Vatikanischen Konzils!»
Um zum Ausgangspunkt zurückzukommen:
Die Bischofskonferenz hat sich auf ihr Dokument von 2002 abgestützt. Hätte sie die Sondersynode ernst genommen, hätte sie weniger restriktiv argumentiert; auch wenn die Synode noch keine definitive Antwort gegeben hat. Gescheiter wäre gewesen: vorerst möglichst wenig zu sagen und den zweiten Teil der Synode abzuwarten.
Die Bischöfe sind offensichtlich immer noch im Verbots-Modus.
Übrigens: In der gestrigen Satire-Sendung «Vetters Töne» im Dt.schweizer Radio wurde die katholische Kirche, allen voran der Churer Bischof gelobt, weil sie schon immer für eine Frauenquote eingestanden sind: für eine 50prozentige Frauenquote in der Ehe….
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