Rückblick
Der Abend war interessant, teilweise auch spannend. Klaus Ammann gab in seinem gut 40minütigen Referat einen Überblick sowohl über seine eigene Kirchenbiographie und sein Engagement wie auch zum Inhalt der vielen Texte, hinter denen sein Name (zusammen mit anderen) steht:Einer Eingabe zur letzten St.Galler Bischofswahl mit einer Auflistung von Fähigkeiten, die ein Bischof heute haben sollte; die wesentlichen Forderungen der Luzerner Erklärung und seine Motion Aggiornamento im Katholischen Kollegium, dem Parlament der St.Galler Katholiken.
Es folgten Gruppengespräche, in denen sich offenbarte, dass an die 90% der Anwesenden die Anliegen und Sorgen von Klaus Ammann im wesentlichen teilten. Diejenigen, die sich heute noch als «kirchentreu» im Sinne von «papsttreu» verstehen, waren zuhause geblieben. Schade eigentlich. Und so wurden die Gruppengespräche auch zu harten Abrechnungen mit dem menschenverachtenden totalitären Kurs der römischen Zentrale. Die fast wichtigste Frage, die in allen möglichen Varianten gestellt und beantwortet wurde: Warum (noch) bleiben, warum sich noch für eine Instititution, die unbelehrbar-reaktionär scheint, engagieren?
Eine Antwort des Abends: Wegen der Menschen, die dabei waren.Oder auch: Weil Menschen wie Klaus Ammann für das Prinzip stehen: Auftreten, nicht Austreten.Oder auch (die meine): Ich gestalte gerne den Untergang der «alten» Kirche mit!
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