Heinz Angehrn

Ritornati

Während ein paar Hundert Kilometer südlicher wichtige Verhandlungen einsetzten (wozu wir schon von San Francesco aus ganz viel Spirito Santo wünschten) machten wir (mehrheitlich todmüde, aber fit, bis auf eine aus- und eingerenkte Schulter, etliche Dutzend Insektenstiche und einige Ermüdungserscheinungen an Bein und Fuss) uns auf den Heimweg. Erstmals quer durch den Apennin von Perugia nach Cesena (gar nicht zu verachten, viel weniger LKWs), dann in einen Stau zwischen Parma und Piacenza und endlich heimwärts. Alle Klippen und Tücken schienen überwunden, da stellte sich uns ein unerwartet hässliches Hindernis in den Weg in Form der Bündner Kantonspolizei mit einer recht schikanösen Kontrolle unsres Reisecars.
Seit dem Unglück in Sierre scheinen die verantwortlichen Stellen das Augenmass verloren zu haben. Warum man einen Schweizer Car mit Schweizer Chauffeur, der absolut korrekt die Zeitvorschriften eingehalten hat, so lange (über 30 Minuten!) zurückhält, warum man den Jugendlichen verbietet, den Car auf einem Parkplatz zu verlassen, bleibt mir ein Rätsel. 

6. Oktober 2014 | 11:45
von Heinz Angehrn
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