George Francis Xavier

Rassismus

Heute ist der Nationalfeiertag der Schweiz. Was ich an der Schweiz schätze: Grösse Freiheit, ein langer und ungestörter Frieden, gute und gesunde Lebensmittel, hohe Lebensqualität, fundierte wissenschaftliche Studienkultur, Achtung der Menschenrechte und die Gastfreundschaft. Für mich ist die Schweiz ein Muster-Beispiel für Demokratie. Aber einige (auch Schweizer) sagen ab und zu, dass Rassismus in der Schweiz existiert. Ich bin nicht sicher. aber ich schreibe über etwas, das ich sicher bin.
Ich benutze das Wort ‹Rassismus› vorsichtig. Immer wenn ich über meine Erfahrungen in der Schweiz erzähle, kommentieren einige meiner Freunde: «das ist rassistisch». Auch wenn wir sagen, das Indien das Wort Rassismus nicht kennt, haben wir die Taten des Rassismus sehr oft. Was ich nie vergessen kann, geschah während ich die deutsche Sprache in Indien lernte.
Es war eine Afrikanerin, die mit ihrem deutschen Freund nach Indien kam und mit uns Deutsch lernte. Alles, was ich sah, Tag für Tag war, dass sie in der Klasse von anderen Schülern isoliert wurde. Nach einigen Tagen sah ich, dass sie regelmässig nur in einer Gruppe zur Gruppendiskussion Zugang fand. Die Erfahrungen, die sie hatte, waren mehrfach unglaublich. Sie wurde als minderwertiger Mensch behandelte.
Ich lebte zumindest eine beträchtliche Zeit im Süden, Norden und Westen, nicht aber in Osten von Indien. Aus meiner Sicht ist in Indien, ein Land, das durch die Jahrhunderte das Kastenwesen kannte, im Moment die Farbe der Haut wichtig. Generell leiden Menschen mit dunkler Hautfarbe leiden an der Diskriminierung in den staatlichen Büros, in der Politik und in der Gesellschaft. Wenn wir in der indischen Gesellschaft schauen, werden wir sehen, dass die Personen mit der dunkleren Hautfarbe als untere Klasse betrachtet werden. Von Kastenwesen zu Diskriminierung, bezogen auf Hautfarbe, war ein Geschenk von Engländern der Kolonialzeit. Die Bollywood-Filmen propagieren und zeigen durch ihre überwiegende Mehrheit der Schauspier/Innen, dass die Modell oder Vorbild  der Schönheit, die mit heller Haut wären.
Zuletzt am 17. Mai kamen die Daten von dem World Value Survey, die die soziale Einstellung der Menschen in verschiedenen Ländern gemessen haben, wie die Washington Post berichtet. Grossbritannien ist eines der rassisch toleranten Länder auf dem Planeten, wie die Umfrage sagt. Die Studie zu globalen soziale Einstellungen behauptet, dass die meisten rassistisch intolerant Bevölkerungen alle in der Dritten Welt sind, mit Jordanien und Indien unter den ersten fünf. Das Land mit dem höchsten Anteil an ‘intoleranten’ Menschen ist Jordanien, wo 51,4 «»‹Â»Â«‹Prozent der Bevölkerung sich weigern, neben jemandem von einer anderen Rasse zu leben. Das nächste ist Indien mit 43,5 Prozent.
Afrikaner und andere viele Ausländer schätzen das hohe Bildungssystem von Indien, besonders wenn es um IT geht. Im vergangenen wurde Jahr ein afrikanischer Student (Bachelor in Computer Science) geschlagen und liegen gelassen. Er lag lang in Koma. Sein Vater beschwerte sich bei dem Staat und der Polizei. Diese verfassten einen falschen Bericht, und da der verletzte Afrikaner war, war für sie der Fall erledigt, also auch eine Form von Diskriminierung. Auch bekam er keine Antwort auf seine zwei Briefe an den Staatpräsident.
Am 17. Juli 2013 wurde ein Afrikaner, der mit einer Inderin verheiratet ist, von zwei betrunkenen Männern geschlagen. Er bat um Hilfe, doch die Passanten schlugen weiter auf ihn ein und er wurde schwer verletzt. Klar, in Indien existierten Rassismus und Diskriminierung nicht nur gegenüber Afrikanern, sondern auch gegenüber Landesleuten.
Viele sagen, Indien ist eines der Schwellenländer. Wie lassen sich so hoch gesetzte Ziele mit den alarmierenden rassistischen Problemen vereinbaren? 

1. August 2013 | 00:00
von George Francis Xavier
Lesezeit : ca. 2  Min.
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