Randnotizen zu Priesterinnen
Obwohl der (heilige???) Johannes Paul II. verboten hat, in alle Ewigkeit über Priesterinnen zu sprechen, findet sich das Thema immer und immer wieder.
Schüller: «Weg von zölibatären Männern»
Aus einem Bericht über das internationale Treffen von Kirchen-Reformen: In ihrem zentralen Anliegen seien sich die Reformer einig gewesen, heisst es in der Aussendung. «Für die Zukunft unserer Kirche brauchen wir lebendige Gemeinden. Gemeinden, die jeden einladen – ohne Ausnahme. Das geht nur, wenn wir Leitungskompetenzen neu verteilen: weg vom Vatikan hin zu den Pfarrgemeinden und weg von zölibatären Männern hin zu den Frauen. Wie sonst soll sich Papst Franziskus’ Vision einer Kirche als echte Weggefährtin, nahe bei den Menschen, verwirklichen?», fasste Helmut Schüller von der österreichischen Pfarrer-Initiative die Besorgnis der internationalen Reformer zusammen.
Aus dem (hier bereits zitierten Gespräch mit dem neuen Grazer Bischof.
Kann es sich die Kirche auf Dauer leisten, den gesellschaftlichen Grundkonsens – die Gleichheit zwischen Frau und Mann – zu unterlaufen? KRAUTWASCHL: In den 1970ern hat eine Theologenkommission die Frauenamtsfrage nach allen Regeln der Kunst durchgearbeitet. Sie ist zum Schluss gekommen, es gibt nur ein einziges Argument, das die Kirche gegen die Frauenordination anwenden kann – die Tradition. Und das ist ein Argument, das nur ein Papst mit einem Konzil neu anschauen kann.
Ich höre heraus, Sie wären dafür, dass es zu so einem Konzil kommt? KRAUTWASCHL: Ja, wenn es im Miteinander der Weltkirche geschieht.
Alt-Abt Martin und die Schweizer Garde
Kürzlich sprach Martin Werlen über das Thema «Frauen in der Kirche» in Zürich. Am Schluss zitierte er kommentarlos den Kommandanten der Schweizer Garde, der meinte, es dürfe keine Gardistinnen geben. Wenn man diese Tradition verletze, gäbe es bald Bischöfinnen und Päpstinnen. Martin kommentiere diese «Weisheit» nicht.
Parkplatz für Pfarrerin
Letzte Woche hatte ich zusammen mit einer Ritualberaterin eine Urnenbeisetzung. Die Kollegin wies lachend auf ein Schild, das vor den Friedhofsgebäuden angebracht ist: «Parkplatz reserviert für PfarrerIn».
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