Projekt Praktikas
Die letzten Tage habe ich mich vermehrt auf das Projekt «Praktikas für Theologiestudierende in Skandinavien» fokussiert. Das auch deshalb, weil wir hier am Newmaninstitut Besuch hatten von einem Vertreter des Bonifatiuswerkes. Ich konnte dem Vertreter das vorstellen, was ich an Überlegungen bezüglich dieses Projektes schon angestellt hatte. Gemeinsam haben wir das Projekt weiter entwickelt. Ziel der Praktikas wird es sein, den Theologiestudierenden einen Einblick zu geben in die Katholische Kirche in der Diaspora. Damit dieses Projekt nicht einfach zu «bezahltem Urlaub» für Studierende wird und sich andererseits die Menschen hier im Norden auch nicht wie in einem «Zoo» vorkommen, muss besondere Sorgfalt in die Vorbereitung und vor allem die Zielformulierung gelegt werden. Gerade jetzt im Sommer erlebe ich wie die verschiedenen Besuchergruppen sich die Türklinke in die Hand geben in den Pfarreien, beim Bischof und beim Nuntius und alle stellen die gleichen Fragen: Wie viele Katholiken gibt es in Schweden? Wie viele Bistümer hat dieses Land? Etc. Etc. Das kann dann mit der Zeit recht ermüdend werden. Wenn wir nun den Seelsorgenden auch noch Praktikanten «aufdrücken» wollen, die ihnen dieselben Fragen stellen, werden wir niemanden finden, der bei unserem Projekt mitmacht. Was verständlich ist. Wir erwarten also von den Studierenden, dass sie sich bereits zu Hause gut vorbereiten und in der Praktikumszeit einem bestimmten Thema widmen. Das Thema soll der Schlüssel sein zu Land und Leuten. Auch eine Win-Win-Situation für Praktikant und Gastgeber wird angestrebt, damit das «Zoogefühl» beim Gastgeber vermieden werden kann. (Das dann wäre: Die Praktikanten kommen, schauen, sagen «Oje» und «Ach wie tragisch» und verschwinden wieder.) Die Praktikas sollen für die Gastgeber eine gewisse Nachhaltigkeit haben. Dieses Konzept nun zu entwerfen, ist für mich eine grosse Herausforderung. Aber ich möchte, dass die ersten Praktikanten bereits im Sommer/Herbst 2012 kommen können. Gut aufgegleist und eine Win-Win-Situation antrebend wird das sicher gelingen.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


