Walter Ludin

Prof. J. Ratzinger:

«Keine Verurteilungen»Ich weiss, es ist nicht originell, Aussagen des jungen Ratzinger zu zitieren. Ich tue es hier dennoch. Man kann darüber ja staunen….Aus (Joseph Ratzinger, die erste Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ein Rückblick, Köln 1963, S. 45-47).
«,Pastoral’ – das sollte nicht heißen: verschwommen, substanzlos, bloß erbaulich, wie es da und dort missverstanden wurde. Sondern es sollte heißen: in der positiven Sorge um den heutigen Menschen formuliert, dem mit Verurteilungen nicht geholfen ist, der lange genug gehört hat, was alles falsch ist und was alles er nicht darf, der aber endlich hören will und viel zu wenig gehört hat, was wahr ist, mit welcher positiven Botschaft der Glaube unserer Zeit gegenübertreten kann, was er positiv ihr zu lehren und zu sagen hat. ,Pastoral’ sollte nicht heißen: verwaschen und unpräzis, sondern es sollte heißen: frei von (theologischem) Schulgezänk, ohne Einmischung in Fragen, die nur die Gelehrten angehen, ohne weitere Beschneidung der Diskussionsmöglichkeit unter ihnen in einem Zeitpunkt, in dem alles voller neuer Aufgaben ist und eine offene Auseinandersetzung von ihnen verlangt. ,Pastoral’sollte endlich heißen: ohne die Sprache der (theologischen) Schule …, in der Sprache der Schrift, der (Kirchen-)Väter, des Menschen von heute – einfach in der lebendigen Sprache des allzeit einen Menschen. —————————————————————-Was gilt davon noch??????

27. März 2012 | 20:48
von Walter Ludin
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