Nicht mal der hehren Kritik ist das aufgefallen! In der sensationell guten «Tatort»-Folge Nr.1001, «Es lebe der Tod» mit Ulrich Tukur als Felix Murot geht es um den Wunsch nach einem gnädigen Sterben und Tod, um Suizid-Gedanken, die darum herum kreisen, und einen irren Mörder, der sich berufen fühlt, Betroffenen zu einem guten Tod zu verhelfen.
Die Handlung ist über reine Strecken ein Kammerspiel zwischen Mörder und Kommissar, an dessen Ende sich der Kommissar in der Badewanne eines Hotelzimmers die Pulsadern aufschneidet, um eine Unschuldige zu retten, während neben ihm der Mörder an seinem Hirntumor stirbt. Die Regie trägt das ihre Gute zu diesem irren Plot bei. Und nun: Das Zimmer der finalen Szene hat die Nummer 237. Das ist natürlich eine Verbeugung von Drehbuch und Regie vor Stephen King und Stanley Kubrick: In Kubricks (von King nicht geliebter) Verfilmung von »Shining» ist dasselbe Zimmer der Raum, in dem Jack und Danny Torrance ihre unguten Begegnungen mit der Mumie aus der Badewanne haben. (Für King-Insider: Im Roman war es noch die 217.)
Chapeau!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant