In wenigen Tagen beginnt die Rückschau des Konzilsblogs auf die Zweite Konzilssession. Einen Eindruck von der spirituellen Dimension der Konzilsarbeit und seiner eigenen geistlichen Vernetzung gibt Helder Camara.
Er schrieb in seinem ersten Rundbrief aus Rom zu Beginn der Zweiten Sitzungsperiode am 30.9.1963 an seine Mitarbeiter in Rio de Janeiro, die er die «geliebte Familie von São Joaquim» nannte, u.a. über deren ausserordentliche Verantwortung:
«Wie viele Gruppen auf der Welt wird es mit so vielen Gelegenheiten geben, um sich wie unsere auf das Konzil vorzubereiten? … Seit das Konzil angekündigt wurde, wurde alles darauf ausgerichtet, ein ‹konziliares Klima› zu schaffen. In diesem Sinne wurde um die Jahresexerzitien gebeten. In dieser Intention wurden die Rundbriefe der Ersten Sitzungsperiode geschrieben und werden noch, so Gott will, jene der Zweiten. Wem Gott viel gibt, von dem wird auch viel verlangt … Wir nutzen die Zeit.
Wenn es Gott gefällt, werden wir morgen die erste Studienzusammenkunft des brasilianischen Episkopates haben, die lange von der theologischen Kommission vorbereitet wurde und an der unsere Sachverständigen (Periti) teilnehmen. Es wird Kommentare zum Schema ‹De Ecclesia› geben; die Diskussion darüber hat schon begonnen; verschiedene vorgeschlagene Themen sind zu vertiefen …»
Zum ersten Mal unterschreibt Helder Camara in seinen Rundbriefen mit Pe. José, einer Unterschrift, die er seit den 40iger Jahren dann setzte, wenn es um seine intimsten Meditationen geht.
(Giancarlo Collet)
Konzilsblogteam
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