In der ersten Konzilssession war das Konzil von einem Präsidialrat, bestehend aus 10 Kardinälen (ausser Kardinal Tisserant alles residierende Bischöfe aus Episkopaten der ganzen Welt), sowie dem Sekretariat extra ordinem (Secretariatus de concilii negotiis extra ordinem), bestehend aus Kardinalstaatssekretär Cicognani sowie weiteren angesehenen Mitglieder des Kardinalskollegiums wie Confalonieri, Döpfner, Meyer, Montini, Siri, Suenens und Wyszynski, geleitet worden. In der Zeit nach der ersten Konzilssession hatte die Koordinierungskommission wichtige Leitungsfunktionen übernommen.
Anfang Juli hatte die Koordinierungskommission auch über eine Revision der Geschäftsordnung gesprochen. Doch behielt sich Paul VI. die Entscheidung über neue Organe des Konzils vor.
Obwohl Anfang August noch keine definitiven Entscheidungen getroffen sind, geht am 9. August 1963 ein Brief an die Kardinäle Agagianian, Döpfner, Lercaro und Suenens, um sie zu informieren, dass der Papst sie zu «Delegaten oder moderatores des Konzils ernannt hat – mit der Aufgabe, die Konzilsversammlungen mit Exekutivmandat zu leiten» (zit. A 3,10).
(emf)
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