Ritornato

Nach zwei Wochen Tessin (s.Foto) in den St.Galler (Berufs)Alltag zurückgekehrt war ich nicht so schnell wieder in der Lage, die Arbeit an diesem Orte wieder aufzunehmen. Zudem hatte ich so viel gelesen, dass ich tausend Ideen für Blog-Einträge hatte.

Was da so zu kommentieren wäre:
– Die aktuelle «Freischütz»-Inszenierung in Zürich. Auch wieder so ein eklatant blöder Regie-Ansatz: Eine Oper, ihr Libretto und Thema, in popart-ähnlichen knalligen Bildern und mit viel Action im weiten Meer der Trivialunterhaltung zu versenken. Herr Fritsch als Antipode zu Frau Gürbaca, sinnvoll ist nichts von Beidem.
– Die Dissertation des Churer Generalvikars Martin Grichting, die er mir vor den Ferien zum Lesen geschenkt hatte. Und die interessante Frage, wie weit eine bereits gefasste Meinung das Entstehen eines wissenschaftlichen Werkes (phasenweise macht es wirklich Spass, hier zu lesen) prägt.
– Die Debatte im Parlament zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Die Verrohung der politischen Kultur durch die sinnlosen Filibuster-Auftritte der grössten Partei. Herr Wermuths köstliches Bonmot zum Thema Kindergarten. Und trotz allem die drängende Frage: Kann/darf man den «Volkswillen» so eigenmächtig um-interpretieren? Wäre es nicht fairer, Rasa und einen Gegenvorschlag möglichst schnell vorzulegen?
– etc. etc. etc.

Ich fahre aber brav fort mit meinen beiden aktuellen Reihen, der nicht ernst zu nehmenden Reihe «Barbari ibi adsunt» (Bia) und dem Vorabdruck meines Buches (noch unkorrigiert, noch ohne Belegangaben) «Verantwortete Religion» (VR). Gruss Euch/Ihnen allen.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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