In einer Rundfunkbotschaft machte Paul VI. einen Tag nach seiner Wahl zum Papst klar, dass er die Fortsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils als den bedeutendsten Teil seines Pontifikats ansah; dafür wollte er alle Kräfte einsetzen. Damit war von allem Anfang klar, dass es mit dem Konzil weitergehen sollte. Er nannte aber auch die Weiterführung der Arbeiten für die Revision des kirchlichen Gesetzbuches sowie die Weiterführung der Bemühungen, für die Festigung der Gerechtigkeit auf allen Ebenen zu sorgen, ebenso erwähnte er den notwendigen Einsatz für den Frieden und für die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit.
Noch am Wahltag selbst bestätigte Paul VI. Kardinalstaatssekretär Amleto Cicognani und die anderen Kurienkardinäle, eine Personalrochade stand also nicht an.
(ufw; Jörg Ernesti: Paul VI. Der vergessene Papst, Freiburg im Breisgau 2012, 67–79; Georg Schwaiger: Papsttum und Päpste im 20. Jahrhundert. München 1999, 351f)
Konzilsblogteam
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant