Der Papst des Übergangs

Erst einige Wochen nach dem Tod von Papst Johannes XXIII. schaut Yves Congar zurück auf die vergangenen Ereignisse. Sterben und Tod des Papstes, so nimmt er wahr, haben für die Kirche und selbst für die Welt eine aussergewöhnliche Erfahrung dargestellt. «Denn plötzlich ist das immense Echo offenbar geworden, die das Dasein dieses demütigen und guten Menschen hervorgerufen hat. Es ist offenbar geworden, dass er die religiöse und sogar menschliche Karte der Welt tiefgreifend verändert hat: einfach indem er gewesen ist, was er war. Er ist nicht durch grosse Darlegung von Ideen vorgegangen, sondern durch Gesten und einem gewissen Stil seiner Person» (Co 1,383f).
Bereits im Januar hatte Congar über das Pontifikat Johannes XXIII. nachgedacht. Der Papst des Übergangs könne wahrhaft ein solcher sein, wenn sich seine Idee realisiere, die Kirche zu eine weithin kollegialen und episkopalen Leitung übergehen zu lassen. Das Ergebnis des Konzils könne darin bestehen, weltkirchliche und nicht nur römisch-katholische Organe einzusetzen (vgl. Co 1,321f).
(emf)

Konzilsblogteam

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/der-papst-des-uebergangs/