Pfingstmontag 1963: Johannes XXIII. stirbt

«Ab 17 Uhr füllt allmählich eine riesige Menschenmenge den Petersplatz. Kardinal Luigi Traglia, der Provikar für Rom, feiert die Messe pro infirmo, für den kranken Bischof von Rom. An Johannes’ Bett sind die Familienangehörigen (…), Capovilla (…). Sie beten die Sterbegebete, während auf dem Platz die Messe stattfindet. Gegen 19.45 Uhr ist die Messe zu Ende. Im Schlafzimmer des Papstes können die Worte der Entlassung, Ite missa est, deutlich über den Lautsprecher gehört werden. Papst Johannes erbebt ein letztes Mal. Sein Atem wird schwach und steht nach einem kaum hörbaren Todesröcheln still, die Ärzte neigen ehrfurchtsvoll die Köpfe und zucken die Achseln. Es ist 19.49 Uhr. (…). Das Fenster des Angelus wurde plötzlich erleuchtet, und die Menge wusste die Wahrheit» (He 637). Das kürzeste Pontifikat des 20. Jahrhunderts war zu Ende: «Und doch waren die Kirche und die Welt in ihm wunderbar gesegnet» (He 637).
(ufw)

Konzilsblogteam

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